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Weinherstellung – So wird Wein gemacht!

weinherstellungEinen Wein herzustellen dauert Zeit, denn die Weinherstellung ist ein langwieriger und zeitintensiver Prozess, der aus mehreren einzelnen Schritten besteht. Der Ablauf und die Reihenfolge dieser Schritte ist im Grunde genommen immer dieselbe. Doch einen Unterschied bei der Weinherstellung gibt es:

Während beim Rotwein die Anreicherung und die Gärung direkt nach dem Maischen erfolgt, wird sie beim Weißwein erst viel später in Gang gesetzt. Der Grund hierfür liegt einzig und allein an den zu lösenden Farbstoffen. Während sich die Farbstoffe beim Rotwein in der Schale der Trauben befinden, sind sie beim Weißwein direkt im Saft. Daher muss die Gärung beim Rotwein bereits früher stattfinden, nämlich solange die Weinschalen noch vorhanden sind. Deswegen erfolgt das Keltern beim Rotwein immer erst nach der Gärung.


Die Weinherstellung im Überblick

Je nachdem ob es sich um grüne oder rote Trauben handelt ist der Ablauf zu Herstellung des Weins folgerndermaßen:

Weißweinherstellung :

  1. Maischen
  2. Keltern
  3. Anreicherung
  4. Schwefelung
  5. Gärung (15° – 18°C)
  6. Abstich
  7. Reifung
  8. Lagerung

Rotweinherstellung:

  1. Maischen
  2. Anreicherung
  3. Schwefelung
  4. Gärung (22° – 25°C)
  5. Keltern
  6. Abstich
  7. Reifung
  8. Lagerung

Erklärung der Begriffe

Hier nochmal eine kurze Erklärung der einzelnen Arbeitsschritte, falls Ihnen die Begriffe nicht kennen sollten

Maischen

Unter Maischen versteht der Fachmann bei der Weinherstellung das Lösen der Trauben vom Stil und das Zerdrücken der Beeren in einer Mühle. Es entsteht ein dickflüssiges Gemisch aus Traubenschalen, -kerne, -saft und Fruchtfleisch. Das Gemisch wird im Anschluss erstmal stehen gelassen damit sich die ganzen Stoffe lösen können und um die Pressbarkeit zu verbessern.


Keltern

Beim Keltern wird die Maische dann ausgepresst um den Traubensaft (Most) von den Rückständen (Trester) zu lösen.


Anreicherung

Bei der Anreicherung wird dem Traubensaft Zucker oder Traubendicksaft hinzugegeben um den Alkoholgehalt zu erhöhen.


Schwefelung

Die Hinzugabe von schwefliger Säure sorgt dafür, dass der Wein nicht oxidiert und schützt zusätzlich vor mikrobakteriellem Verderb. Wie viel Schwefel bei der Weinherstellung hinzu gegeben wird ist abhängig von der Sorte und dem Winzer selbst. Allerdings sollte keine Überdosierung stattfinden, da sich das negativ auf das Aroma des Weins auswirkt und unangenehme Nebeneffekte auftreten können wie z.B. Kopfschmerzen.


Gärung

Der Gärvorgang wird der im Traubensaft enthaltene Zucker in Alkohol umgewandelt. Dies geschieht entweder durch exogene Zuckerhefe von der Traube selbst ode durch Hinzugabe von Reinzuchthefe.


Abstich

Durch den Abstich wird der Saft von der abgelagerten Hefe getrennt.


Reifung

Nach der Weinherstellung muss der Saft erst noch ein wenig reifen bevor er sich komplett in Wein verwandelt hat. Dies kann über mehrere Monat oder gar Jahre dauern.


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